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Stadtbibliothek Görlitz

Ansicht auf den neuen Erweiterungsanbau (Foto: VMZINC)

Bauherr: Stadtverwaltung Görlitz Amt 65, SG Hochbau

Ansprechpartner: Frau Kabst, Tel: 03581/672144

Realisierung Neubau: 08/2005 – 11/2007

Realisierung Altbau: 12/2007 – 02/2009

Leistungsphasen: 2 – 9

Baukosten Neubau: 2,3 Mio. €

Baukosten Altbau: 1,6 Mio. €

Stadtbibliothek Görlitz

Die Stadtbibliothek Görlitz wurde 1907 als „Volksbücherei und Lesehalle“ eröffnet. Ihre  Architektur verkörpert eine gelungene Synthese der Epoche des gründerzeitlichen Bauens, verknüpft mit Elementen des Jugendstiles.

Um den modernen Ansprüchen an eine Bibliothek im Zeitalter der Vielfalt der Medien und ihrer Inhalte gerecht zu werden, entschied die Stadt Görlitz, das vorhandene Gebäude umfassend zu sanieren und durch einen Anbau  zu erweitern. Darüber hinaus sollte mit dem Anbau die bis dato ausgegliederte Kinder- und Jugendbibliothek in den Bibliothekstandort integriert werden.

Für den Erweiterungsanbau wurde eine unkonventionelle, moderne Architektur gewählt, um den Schnitt zwischen zwei Architekturepochen deutlich  zu machen und gleichzeitig Harmonie zwischen Alt- und Neubau zu schaffen.

Die Haupterschließung wurde in den Anbau verlegt und die Geschosshöhen an das Altgebäude angeglichen um eine zusammenhängende Nutzung zu ermöglichen und den behindertengerechten Zugang zu allen Bereichen zu gewährleisten.

Die Bibliothek wird vom neuen, großzügigen Eingangsbereich im Anbau erschlossen. Ein Veranstaltungsraum öffnet sich über eine Galerie zum Eingangsbereich hin, er kann dank mobiler Trennwände unabhängig vom Bibliotheksbetrieb genutzt werden. Die beiden darüber liegenden geschossen dienen der Präsentation audiovisueller und auditiver Medien. Die Kinderbibliothek befindet sich in den beiden Geschossen unmittelbar unter dem gewölbten Dach.

Bei der Sanierung des Altbaus wird der historische Lesesaal im 2. Obergeschoss wieder in seiner urspünglichen Form hergerichtet. Um die ursprüngliche Ausmalung des Saales wieder herstellen zu können, waren umfangreiche restauratorische Befunduntersuchungen erforderlich. Auf deren Grundlage erfolgt nun die Ausmalung des Lesesaales.

Im 1. Obergeschoss befindet sich das Archiv der Bibliothek. Die Regalanlage des Archivs wurde seinerzeit durch den Kunstschlossermeister Robert Lippmann aus Straßburg als zweigeschossige stählerne Stahlkonstruktion erbaut. Dieses System galt zur damaligen Zeit als revolutionär, da es eine sehr gute Raumausnutzung bei einem relativ geringen Eigengewicht garantierte. Im Falle der Görlitzer Bibliothek wurde das Regalsystem überdies als tragendes Element für die darüberliegende Geschossdecke benutzt. Da das Regalsystem erhalten und den Besuchern zugänglich gemacht werden soll, wurde die Decke zwischen 1. und 2 Obergeschoss ersetzt. Damit hat das Regalsystem keine tragende Funktion mehr und kann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Alle Räume der Bibliothek sind an eine zentrale raumlufttechnische Anlage angeschlossen. Zur Früherkennung von Bränden ist das Gebäude mit einer Brandmelde- und Hausalarmanlage ausgestattet, die auf die Leitstelle der Feuerwehr der Stadt Görlitz aufgeschaltet ist.

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