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Synagoge Görlitz: Neujahrsempfang und Baufortschritt in Bildern

Vorzeigeprojekt Synagoge

Beim Neujahrsempfang am 19. Januar 2017 in der ehemaligen Synagoge Görlitz machte Oberbürgermeister Siegfried Deinege deutlich, dass man in einem Vorzeigeprojekt stehe, das ein solch wichtiges Vorhaben sei, welches die Stadt nicht nur unterstützen sondern auch voranbringen werde. Kurz zuvor waren an der Frauenempore die Arbeiten an der Decke fertiggestellt worden. Darüberhinaus wurden die Natursteinarbeiten und Bodenbelagsarbeiten des Almemor rechtzeitig im Januar vorm Neujahrsempfang fertiggestellt.

Fortschritt Frauenempore

Almemor fertiggestellt

 

Das erste Bild zeigt den fertiggestellten Almemor. Auf dem zweiten Bild die verantwortliche Arbeitsgruppe zum gesamten Projekt "Kulturforum Görlitzer Synagoge", v.l.n.r.:

  • Herr Dipl.-Rest. Wolfgang Benndorf, baubegleitender Restaurator
  • Herr Peter Mitsching, Leiter der unteren Denkmalschutzbehörde
  • Frau Ute Prechel, Projektbearbeiterin SG Hochbau, Stadt Görlitz
  • Frau Dipl.-Arch. Miriam Mai, Mitarbeiterin des Planungsbüros Schmidt AIB
  • Frau Christa Junge, Mitarbeiterin der unteren Denkmalschutzbehörde
  • Herr Dipl.-Ing. Andreas Schmidt, verantwortlicher Planer und Bauleiter, Inhaber des Planungsbüros Schmidt AIB

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Synagoge Görlitz: Fortschritt in Bildern

Category : Neuigkeiten

Ehemaliges Sitzungszimmer

Die Bilder zeigen das ehemalige große Sitzungszimmer im Erdgeschoss auf der südöstlichen Seite mit Zugang vom Kuppelsaal und von der ehemaligen Wochentagssynagoge nach der Fertigstellung der restauratorischen Farbfassung, nach Verlegung des Bodenbelags und Installation der modernen Raumleuchten.

Dieser Raum wird zukünftig als Seminarraum dienen. Er bietet über die zukünftige, multimediale Ausstattung eine historische Darstellung der jüdischen Geschichte; insbesondere aus Görlitz und Umgebung. Dies eröffnet auch die Möglichkeit, diesen Raum in der ehemaligen Synagoge für den Ethikunterricht den Schulen zur Verfügung zu stellen.

Arbeiten am Almemor

Die Natursteinarbeiten am  Almemor werden fortgesetzt. Dies betrifft unter anderem die Bekleidungen an den Brüstungen und Pfeilern mit dem Naturstein "Serpentinit-Brekzie".

Die Beschaffung gestaltete sich sehr schwierig, da dieser Naturstein, der ursprünglich verlegt wurde, nicht mehr in der Farbigkeit und Struktur in Europa gewonnen wird. Einem glücklichen Umstand folgend, konnte der Auftragnehmer aus  Lagerbestand Dritter nach umfangreicher Recherche die notwendige Menge erwerben und in Italien für die Verlegung vorfertigen lassen (Zuschnitt der Rohplatten).

Ausmalungen nach historischem Vorbild

Nach umfangreicher Sanierung der gewölbten Decke (statische Sicherung der Rabitzdecke und Herstellung der Maluntergründe) über der ehemaligen Frauenempore im Obergeschoss des Westflügels, begann die Ausmalung der  Deckenfläche nach historischem Vorbild. Zwischen dem westlichen Gurtbogenpaar wurde die Ornamentausmalung ausgeführt. Zuvor wurde von der beauftragten Firma die restauratorische Konzeption vorgestellt sowie Farbproben und Musterflächen angelegt. Die Arbeiten werden voraussichtlich im Dezember abgeschlossen werden.


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Blick auf die Peterskirche von Polen

Görlitz – Schatztruhe der Geschichte

Görlitz – Schatztruhe der Geschichte

Unter diesem Titel hat das ZDF ein kurzes Porträt zur Stadt Görlitz produziert und am 03.10.2016 veröffentlicht. Schwerpunkt bildet dabei die Betrachtung der vielen Denkmäler, die das Stadtbild prägen. Neben Wortbeiträgen von Görlitz’ obersten Denkmalschützer Peter Mitsching begeistert der Film vor allem durch die detaillierten Aufnahmen des Görlitzer Stadtbilds von oben. Mit Rathausturm, Altstadtbrücke und natürlich der ehemaligen Synagoge finden sich gleich drei bedeutungsvolle und herausragende Referenzen unseres Büros im Beitrag wieder.

Beitrag aus der ZDF Mediathek

Quelle: ZDF Mediathek


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Flagge Tag des offenen Denkmals

Tag des offenen Denkmals: Auftakt in der ehemaligen Synagoge

Die Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals hätte auf keinen günstigeren Ort fallen können: die ehemalige Synagoge Görlitz präsentierte sich dem staunenden Besucher von der besten Seite. Mit umfangreichem Programm und einer Vielzahl Gäste konnte eine würdige Veranstaltung trotz ungünstiger Organisationslage gewährleistet werden.

Premieren zum Hören und Sehen

Die Eröffnung der Veranstaltung durch den Chor des Annen-Augustum-Gymnasiums stand ganz im Zeichen einer besonderen Premiere. Denn zum ersten Mal erschallten unter der Leitung von Frau Anke-Elisabeth Bertram wieder Stimmen von der Sängerempore. In diesem Gänsehautmoment konnten sich die Gäste bereits von der Akustik des Hauses überzeugen, die sich im beeindruckenden Kuppelsaal bot. In seiner Auftaktrede hob Michael Kretschmer (MdB) nicht nur die schöne Ausgestaltung und Bedeutung des Hauses hervor, sondern verwies vor allem auf das persönliche Engagement und die Fähigkeiten Einzelner, ohne die dieses Projekt schlicht nicht zu realisieren wäre.

In einem feierlichen Akt enthüllte die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Dresden Frau Dr. Goldenbogen zusammen mit Michael Kretschmer die Namenstafel der gefallenen jüdischen Soldaten des Ersten Weltkriegs, deren Inhalte durch den baubegleitenden Restaurator Wolfgang Benndorf mühsam erarbeitet werden konnten. Im anschließenden Gebet durch den Rabbiner der jüdischen Gemeinde Dresden Alexander Nachama wurden diese Namen mit eingeschlossen und somit pietätvoll zum ersten Mal öffentlichen vorgetragen.

Nach einer Zugabe des Chors im Kuppelsaal wurde der Tag offiziell durch Bürgermeister Herrn Dr. Wieler eröffnet. In der ehemaligen Synagoge hatten die Besucher neben dem Kuppelsaal die Möglichkeit, in der ehemaligen Wochentagssynagoge und im Sitzungszimmer die restauratorischen Arbeiten in Augenschein zu nehmen.

Videos

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Komplettansicht ehemalige Synagoge Görlitz (03/2016)

Ein einzigartiges Projekt

Die ehemalige Synagoge - ein Dauerliebling

Die Staatsministerin Monika Grütters weilte am 22.08.2016 in Görlitz. Ihre Absicht war es, zu schauen, was mit den Geldern aus Berlin geschieht. Dass es sich gelohnt hat, davon konnte sie sich exklusiv bei einer kurzen Führung durch die ehemalige Görlitzer Synagoge überzeugen.

Das Bauwerk scheint es ihr besonders angetan zu haben. "Ein einzigartiges Projekt", so ihr treffendes Urteil. Damit ist sie nicht allein, ist doch das Interesse von vielen an diesem Haus nach wie vor ungebrochen. Ein wenig Geduld ist allerdings noch erforderlich. 2018 wird die ehemalige Synagoge erst eröffnet. Bis dahin ist aber noch einiges zu tun. Weitere 1,5 Millionen Euro werden investiert, um aus dem Bau ein funktionierendes Kulturzentrum zu verwirklichen.


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Mittlere Tür in der ehemaligen Synagoge Görlitz

Ehemalige Synagoge Görlitz: Restaurierte Türen erstrahlen in neuem Glanz

Restaurierte Türen erstrahlen in neuem Glanz

Nach umfangreicher und langwieriger Restaurierung sind die zweiflügligen Türen mit den Oberlichtern nach fast einem dreiviertel Jahr im Juli eingebaut worden. Sowohl die Oberlichter als auch die Lichtausschnitte der mittleren Tür erhielten die nach historischem Vorbild vergoldeten Ziergitter .

Ein herzlicher Dank gilt den Restauratoren der Firma Sauer Denkmalpflege GmbH für die Tischlerarbeiten und der Firma Fuchs+Giercke Bau- und Denkmalpflege GmbH für die restauratorische Bearbeitung und Vergoldung der Ziergitter.

Bilder der Türen zwischen Kuppelsaal und Vestibül

Bild 1: Blick auf alle drei Türen zwischen Kuppelsaal und Vestibül. Ansicht nach Restaurierung. Blick vom Saal.

Bild 2: Blick auf die mittlere und rechte Tür zwischen Kuppelsaal und Vestibül. Ansicht nach Restaurierung. Blick vom Vestibül.


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Logo Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Tag des offenen Denkmals 2016: Eröffnung in der ehemaligen Synagoge

Am 11. September 2016 findet der Tag des offenen Denkmals statt. Das diesjährige bundesweite Motto lautet:

Gemeinsam Denkmale erhalten

Die Eröffnungsveranstaltung in Görlitz findet in der ehemaligen Synagoge Otto-Müller-Straße statt.

Der Tag des offenen Denkmals ist eine jährlich wiederkehrende Tagesveranstaltung im Herbst in Deutschland und ist der nationale Beitrag zu den europaweiten European Heritage Days. Ihr Ziel besteht darin, dass die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisiert und das Interesse für die Belange der Denkmalpflege geweckt wird. Die auf dem Territorium des Landes Sachsen befindlichen Kulturgüter sind in der Verfassung des Freistaates Sachsen unter den Schutz und die Pflege des Landes gestellt. Grundlage dafür bildet das Sächsische Denkmalschutzgesetz.

Der Tag des offenen Denkmals findet seit 1993 statt. Auch in diesem Jahr werden wieder historische Bauten und Stätten, die sonst nicht zugänglich sind, geöffnet. So bietet sich auch die Möglichkeit, den Fortschritt der Arbeiten an der ehemaligen Synagoge in Augenschein zu nehmen.


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Historische Ansicht der Synagoge von 1911, Sepiafotografie

Synagoge Görlitz: Gegenstand des Tekturantrags

Vorbetrachtung

Die Görlitzer Synagoge wurde im März 1911 eingeweiht. Sie stellt mit ihrer kubischen und geschlossenen Form, ihren monumentalen Proportionen, der klaren Gliederung in Funktion und Architektur eine der bedeutendsten Synagogebauten in Deutschland dar. Das Gebäude überstand als einziges im Gebiet des heutigen Freistaates Sachsen die Pogromnacht 1938. Seitdem geriet die Synagoge mehr und mehr in Vergessenheit und verfiel zusehends. Mit dem politischen Umbruch in der DDR 1989/90 und der deutschen Vereinigung erhielt die Synagoge diejenige Aufmerksamkeit, die im Ergebnis zum Erhalt dieses bedeutenden Bauwerkes führte. 

Im Jahr 2012 wurde die Synagoge als Baudenkmal mit nationaler Bedeutung eingestuft.

Grundriss der Görlitzer Synagoge von 1911

Ursprünglicher Entwurf: Architekten Lossow & Kühne Dresden 1909

Gegenstand des Tekturantrags

Die ehemalige Synagoge in Görlitz wird zu einer multifunktionellen Begegnungsstätte mit einem vielfältigen Veranstaltungsspektrum umgenutzt. Die Liegenschaft mit der baulichen Struktur der ehemaligen Synagoge unterliegt als Denkmal den Bestimmungen des Sächsischen Denkmalschutzgesetzes.

Ab dem Jahr 1991 erfolgten in der ehemaligen Synagoge elementare Sicherungsarbeiten zum Erhalt der Bausubstanz, für eine baukonstruktive sowie restauratorische Instandsetzung des Hauses. Die Grundlage für die weiterführenden Baumaßnahmen in den Jahren 1996 bis 1998 bildete die vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen bestätigte denkmalspflegerische Zielstellung. 

In Folge dessen wurde eine Bestandserfassung durchgeführt, welche die noch ausstehenden Leistungen zur ganzheitlichen restauratorischen Instandsetzung sowie der baulichen Realisierung eines Umnutzungskonzeptes zu einer multifunktionalen Versammlungsstätte  zusammenfassend darstellte. Die entsprechende Nutzungskonzeption wurde 2001 aufbauend auf den Erfahrungen aus der Durchführung von Veranstaltungen in der Synagoge aus den vorangegangenen Jahren und den sich daraus ergebenen Anforderungen formuliert. Als Resultat sind die notwendigen Anforderungen im Zusammenhang mit den entsprechenden baulichen Veränderungen in Anlage 4 zur Baugenehmigung Nr. 188/2002 zusammengefasst und beschrieben worden. Alle nachfolgenden Bauabschnitte bis zu den aktuellen Fördermaßnahmen begründen sich auf dieser Unterlage.

Nach der Anfertigung eines Brandschutzgutachtens durch das Ingenieurbüro Heilmann vom 24.09.2001 für die Vollnutzung der Synagoge wurden mit einem weiteren Gutachten zur Brandschutzstellungnahme vom 04.10.2005 nutzungsspezifische Änderungen für die Teilnutzung des Erdgeschosses benannt und im Verlauf der Bauausführung umgesetzt.

Seit 2011 wird die ehemalige Synagoge durch kontinuierliche Baumaßnahmen in ihrer Gesamtheit restauratorisch saniert. Durch eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten innerhalb einer Projektgruppe, bestehend aus der Bauherrenvertretung, der Unteren Denkmalschutzbehörde sowie den Fachplanern für die Baukonstruktion und die gebäudetechnische Infrastruktur, konnten neue Erkenntnisse über das zu erwartende Nutzungsprofil der ehemaligen Synagoge als multifunktionale Versammlungsstätte erlangt und somit Abweichungen zur ursprünglichen Nutzung definiert werden. 

Das begründet sich unter anderem auch aus den Erfahrungswerten der letzten Jahre von Anfragen für Veranstaltungen in Form von Lesungen, Konzerten und im Weiteren Ausstellungen, Führungen und Ähnliches. 

Die damit teilweise verbundenen Änderungen bedürfen einer Anpassung an die Anforderungen der Nutzung einzelner Räume. Im Zuge dessen wurde ein aktualisiertes Raumnutzungskonzept erstellt, welches auf die Bedürfnisse des zukünftigen Betreibers und die damit einhergehenden Veranstaltungen, Seminare, etc. abgestimmt ist. Vom Ingenieurbüro Heilmann ist dafür das Brandschutzkonzept in einer 1. Überarbeitung angepasst worden.

Die baurechtlich relevanten Änderungen des aktualisierten Raumnutzungskonzeptes zum Genehmigungssachstand werden als Tektur in Abweichung zur Baugenehmigung Nr. 188/2002 beantragt.

Grundrisse, Lageplan

Quellen und Bildnachweise

Benndorf, W. (1991): Beschreibungen aus Denkmalpflegerischer Dokumentation zur Synagoge Görlitz. Dresden

Heilmann, S. (2016): Brandschutzkonzept - 1. Überarbeitung zur Ehemaligen Synagoge Görlitz. Pirna

Schmidt AIB (2002): Unterlagen zur Baugenehmigung Nr. 188/2002. Görlitz

Schmidt AIB (2014): Beschreibungen aus Projektstudie zu Maßnahmen der Komplettsanierung der Ehemaligen Synagoge Görlitz. Görlitz

Ratsarchiv Görlitz: Historische Aufnahmen